Prozesswärme

Überformatmaschine im Arbeitsbereich bis 6 m

Mit der neuen Überformatmaschine TruLaser 3060 fiber aus der 3000er-Serie von Trumpf lassen sich Blechtafeln mit einer Größe von bis zu 6 x 2,5 m bearbeiten. Nutzer können zusätzliche Aufträge mit besonders großen Werkstücken akquirieren. Alternativ ist es möglich, bis zu vier Mittelformattafeln nacheinander automatisch abzuarbeiten – selbst, wenn sie unterschiedliche Blechdicken und Materialien aufweisen.

Eine Maschine für die Überformatbearbeitung braucht besondere Stärken beim Schneiden von dickem Baustahl, denn Überformatbleche sind häufig aus diesem Material – und oft von niedriger Qualität. Ausgestattet mit einem Tru-Disk Scheibenlaser von 3–6 kW Leistungsstärke schneidet die TruLaser 3060 fiber bis zu 25 mm dicke Bleche. Bei Schneidproblemen aufgrund von Material geringerer Güte kann der Bediener über die Funktion AdjustLine die Schneiddaten an die Materialgüte anpassen. Das reduziert Ausschussteile und Materialkosten. Eine hohe Qualität der Schnittkante und eine einfache Entnahme von dicken Blechteilen sichert die Funktion BrightLine fiber.

Erstaunlich filigrane Teile in dickem Baustahl schneiden, bei hoher Prozesssicherheit und enger Schachtelung, das geht mit CoolLine. Die gezielte Kühlung des Werkstücks während des Schneidens ermöglicht neue Geometrien und erhöht die Prozesssicherheit. Während der Bearbeitung sprüht der Schneidkopf mit speziellen Düsen einen gezielten Wassernebel kreisrund um den Laserstrahl auf das Werkstück. Die Verdampfungsenergie bewirkt, dass die Temperatur während des Schneidprozesses nahezu konstant bleibt.

Um nicht nur sicher, sondern auch schnell zu schneiden, gibt es den neuen Schneidprozess Highspeed. Er liefert Rekorde beim Stickstoff-Schneiden mit dem Festkörperlaser. Der Tafeldurchsatz bei mittleren und dicken Baustahl- und Edelstahlblechen kann sich damit nahezu verdoppeln. Bei der Vorschubgeschwindigkeit ist ebenfalls ein Plus von bis zu 100 % möglich. Hohes Tempo ist aber nicht gleichbedeutend mit Qualitätseinbußen. Bei scharfkantigen Konturen beugt der Schneidprozess sogar dem Anhaften von Schlacke vor. Basis des zum Patent angemeldeten Verfahrens ist ein besonderes Düsendesign.

Die TruLaser 3060 fiber bietet zudem diverse Funktionen, die sie für Industrie-4.0-Anwendungen qualifizieren: Sie ist ausgestattet mit der neuen Datenschnittstelle Central Link, die Informationen zum Produktionsstatus der Maschine sicher zur Verfügung stellt. Anwender können damit Web-Applikationen, Plattformen wie AXOOM und über das Kom-munikationsprotokoll OPC UA auch lokale Systeme einfach anbinden.

Mit der Funktion Dot Matrix Code ist eine schnelle und prozesssichere Teilekennzeichnung möglich, die binnen weniger Sekunden auf das Blechteil aufgetragen wird. Der Inhalt der Kennzeichnung wird bei der Programmierung festgelegt. Der Code enthält Informationen für die Prozesskette Blech, z. B. den Namen des nachfolgenden Biegeprogramms. Abläufe innerhalb der Produktion werden damit deutlich einfacher, Begleitpapiere überflüssig.

Um einzelne Teile schnell und effizient nachzuproduzieren und Resttafeln sinnvoll auszunutzen, bietet die TruLaser 3060 fiber die Funktion Drop & Cut. Über eine eingebaute Kamera erscheint das Live-Bild des Maschineninnenraums auf der Bedienoberfläche. Ein Klick mit der Maus oder ein Fingertipp genügen, um die gewünschten Teilegeometrien in beliebiger Lage und Orientierung auf die (Rest-)Tafel zu projizieren. Die Produktion kann unmittelbar starten. Die virtuelle Abbildung der Teilekontur im Live-Bild macht die Nachproduktion schneller und sicherer.

(Quelle: TRUMPF GmbH + Co. KG)

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