Prozesswärme

Uni Darmstadt gewinnt Wettbewerb „Stahl fliegt“

Mit einer Spannweite von 360 mm, einer Länge von 1.150 mm und einem Gewicht von 391 g ist das Flugobjekt des Sieger-Teams aus Darmstadt nicht nur der größte sondern gleichzeitig auch der schwerste aller Flieger aus Stahl, die beim Wettbewerb „Stahl fliegt“ in Halle 6 des Düsseldorfer Messegeländes gegeneinander angetreten sind. Mehr noch: Bei zwei von fünf Flügen entpuppte sich die Messehalle 6 als zu klein, der Flieger stieß an die Hallenwand. Mit diesen beiden Flügen über 100 bzw. über 112 m hat sich der „Adler“ aus Darmstadt aber auch deutlich vor der Konkurrenz durchgesetzt. Auf Platz 2 und 3 folgten ein weiteres Team der Universität Darmstadt und die RWTH Aachen.

„Vor allem die Stabilität des Fliegers, seine bessere Hebelwirkung und die Materialqualität haben uns die entscheidenden Vorteile gebracht“, erklärt Hilmar Schubert von der Darmstädter Uni. Gemeinsam mit seinen beiden Kommilitonen Fridolin Weber und Hoang-Minh hat er knapp zwei Monate an dem Stahl-Konstrukt gearbeitet. Der besondere Clou war außerdem die Verwendung von Eisenpulver in Kombination mit Epoxit-Harz.

Der Wettbewerb „Stahl fliegt“ kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Die Düsseldorfer „Forschungsvereinigung Stahl“ hat ihn vor 17 Jahren ins Leben gerufen, um auf besondere Art zu unterstreichen, dass Stahl der ideale Werkstoff für Leichtbauanwendungen ist. Seitdem stellen sich Maschinenbaustudenten Jahr für Jahr dieser Herausforderung und entwickeln diese kreativen Stahlflieger. In diesem Jahr beteiligten sich Studenten von den Universitäten Aachen, Bremen, Darmstadt, Dortmund und Kassel an dem Wettbewerb. Die besondere Herausforderung war es, Flug-Konstruktionen zu entwerfen und zu bauen, die ohne eigenen Antrieb fliegen.

(Quelle: Messe Düsseldorf GmbH)

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