Prozesswärme

EMO 2017 geht mit Rekordbeteiligung an den Start

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die EMO Hannover 2017 feierlich eröffnet. Er sagte: „Eine offene Gesellschaft und eine prosperierende Wirtschaft beruhen auf dem starken Fundament aus Austausch und Vertrauen. Messen wie die EMO verdeutlichen dies auf ganz konkrete, greifbare Weise. Es ist gut, dass diese Tradition auch im Zeitalter von digitalen Katalogen, Videokonferenzen und Just-in-time-Produktion erhalten bleibt.“

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil ergänzte: „Die Wirtschaftskraft Deutschlands und Niedersachsens beruht auf der Stärke der Industrie. Die Aussteller der EMO zeigen, wie es gelingen kann, diese Stärke zu bewahren und auszubauen: mit Präzision, Qualität, Produktivität und vor allem neuen Lösungen der Vernetzung und Digitalisierung.“

Über 2.200 Aussteller (2.131 Aussteller 2013) aus 44 Ländern präsentieren in Hannover bis zum 23. September ihre Maschinen, Lösungen und Dienstleistungen für die Industrieproduktion unter dem Motto Connecting systems for intelligent production. „Wir erwarten Chefeinkäufer großer Werkzeugmaschinenanwender, allein organisierte Kundendelegationen aus mehr als 20 Ländern, zahlreiche Vertreter aus der Politik und der Produktionswissenschaft sowie viele, viele Produktionsexperten aus aller Welt“, sagt EMO-Generalkommissar Carl Martin Welcker am Rande der Messeeröffnung. Von der EMO werde eine Initialzündung für die Vernetzung in der Produktion ausgehen. Gezeigt werden aber auch viele Innnovationen und Neuheiten in den klassischen Disziplinen der Produktionstechnik.

Entsprechend hob Luigi Galdabini, Präsident des europäischen Werkzeugmaschinenverbands Cecimo, in seiner Eröffnungsrede die Schlüsselstellung der Werkzeugmaschinenindustrie hervor. „Für eine Woche wird die EMO Hannover zur größten Fabrik der Welt und damit ein erstklassiges Schaufenster für Innovationen“, schwärmte er. Bernd Leukert, Vorstandsmitglied der SAP SE in Walldorf, wies schließlich darauf hin, dass die digitale Transformation nicht nur die Produktion quer durch alle Branchen betrifft, sondern die Gesellschaft als Ganzes umkrempelt.

Die EMO Hannover 2017 findet in einem optimistischen wirtschaftlichen Umfeld statt. Die Stimmung ist gut, die Konjunkturindikatoren weisen nach oben, der IWF hat erst jüngst seine Prognose zum Wachstum des weltweiten Bruttoinlandsprodukts von 3,5 % bestätigt.

Die Industrieproduktion und Investitionen der wichtigsten Kundenbranchen der Werkzeugmaschinenindustrie sollen im laufenden Jahr um 3,4 bzw. 5,6 % wachsen, so berichtet das britische Wirtschaftsforschungsinstitut Oxford Economics, Prognosepartner des EMO-Veranstalters VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken). Voraussichtlich wird sich Asien bei den Investitionen an die Spitze setzen mit einem Zuwachs von 6,5 %, gefolgt von Europa und Amerika. Beim Werkzeugmaschinenverbrauch werden 3,2 % Plus erwartet. Hier ist Europa knapp an der Spitze, mit einem Zuwachs von 4,0 %. Stabile Treiber sind weiterhin die südeuropäischen Länder Italien und Spanien, aber auch Frankreich, alle drei große Werkzeugmaschinenmärkte innerhalb Europas. Asien kann seinen Werkzeugmaschinenverbrauch 2017 voraussichtlich um 3,5 % steigern. Zum einen hat China seine Durststrecke dauerhaft überwunden und soll 3,9 % zulegen. Zum anderen wird erwartet, dass sich die Asean-Märkte wieder erholen. In Amerika hingegen wird sich der Werkzeugmaschinenverbrauch voraussichtlich wieder stabilisieren. Nach einem Rückgang 2016 soll er 2017 mit 0,5 % leicht wachsen. „Alles in allem bietet die internationale Konjunktur beste Voraussetzungen für anziehende Geschäfte, die auf der EMO Hannover vorbereitet und teilweise auch abgeschlossen werden“, sagt Dr. Heinz-Jürgen Prokop, Vorsitzender des VDW.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.emo-hannover.de

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