Prozesswärme

ALUMINIUM 2014: Premiere des Recycling-Pavillons

In der Aluminiumindustrie gewinnt "Urban Mining" zunehmend an Bedeutung. Gebrauchtes Aluminium gilt als ergiebige und unverzichtbare Rohstoffquelle, der hohe Materialwert garantiert eine umfassende Rückgewinnung des Metalls. Die Recycling-Raten aus Anwendungsbereichen wie Automobilen oder Gebäuden betragen in Deutschland mittlerweile rund 95 %, bei Verpackungen über 87 %. Andere Industriestaaten zeigen ähnlich hohe Quoten. Das Potenzial und die technischen Möglichkeiten des Recyclings zeigt vom 7. bis 9. Oktober die ALUMINIUM Weltmesse in Düsseldorf, die das Thema mit einem eigenen "Recycling Pavillon" in den Fokus rückt.Mit dem neuen Pavillon spiegelt die Messe die verstärkte Ausrichtung der Aluminiumindustrie auf die Themen Nachhaltigkeit und Energieeffizienz wider. Auf dem Gemeinschafsstand in Halle 9 zeigen spezialisierte Industrieunternehmen aus Deutschland, Italien, Spanien, China und Dubai ihre Lösungen zur Wiederaufbereitung des Leichtmetalls. Der "Recycling Pavillon" wendet sich u. a. an Schrotthändler, Hersteller von Sortieranlagen, Zerkleinerungsanlagen, Umschmelzanlagen und Anbieter von Sekundäraluminium.597.400 t Aluminium wurden nach Angaben des Gesamtverbandes der Aluminiumindustrie (GDA) im Jahr 2013 in Deutschland im Umschmelzverfahren produziert. Darunter fällt neben Neuschrott aus der laufenden Aluminiumproduktion (wie Bleche, Bänder, Profile und Späne) auch Altschrott aus bereits gebrauchten Aluminium-Produkten. Zum Vergleich: Die Produktion von Hüttenaluminium in Deutschland betrug im gleichen Zeitraum 492.400 t.Die globale Nachfrage nach Hütten- und Umschmelzaluminium zieht unterdessen weiter an. Doch lediglich ein Drittel des Aluminiumbedarfs kann derzeit durch die Rückgewinnung aus Schrotten gedeckt werden. Die Nachfrage nach Aluminium wächst stärker als der Rückfluss von Aluminiumschrotten, so der GDA.Das Recycling von Aluminium sichert nicht nur die Rohstoffversorgung, sondern minimiert vor allem den Schadstoffausstoß und spart Energie. So werden für die Rückgewinnung von Sekundäraluminium nur 5 % jener Energie eingesetzt, welche für die Herstellung von Primäraluminium benötigt wird. Die Reinheit und der niedrige Schmelzpunkt (660 °C) sorgen dabei für die hohe Recyclingfähigkeit von Aluminium. Der Kreislauf der Wiederaufbereitung ist ohne Qualitätseinbußen unendlich wiederholbar. Der weltweite Bestand an Aluminium, das noch in Form von Produkten genutzt wird, ist zudem eine Ressourcenbank: Geschätzte 75 % des Aluminiums, das je erzeugt wurde, ist noch in Gebrauch und hat teilweise bereits vielfache Recyclingprozesse durchlaufen.Um die Nachfrage zu bedienen und urbane Rohstoffquellen noch intensiver zu nutzen, baut die Aluminiumindustrie ihre Recycling-Kapazitäten massiv aus. Der Aluminiumkonzern Novelis, Aussteller auf der ALUMINIUM, hat Anfang Juni erfolgreich den ersten Aluminiumbarren mit einer Länge von fast 10 m Länge in seinem neuen Recyclingwerk in Nachterstedt, Sachsen-Anhalt, gegossen. Die neue Anlage, die im Herbst ihre volle Produktion aufnehmen wird, soll jährlich rund 400.000 t Walzbarren aus recyceltem Aluminium erzeugen und damit die weltweit größte ihrer Art sein.Weitere Informationen finden Sie unter: www.aluminium-messe.com

Weitere Artikel zu:
Verwandte Themen
100 Jahre MPIE: Stahlbranche und Politik würdigen Spitzenforschung weiter
Vulkan Verlag gründet neues Objekt mit B2B Club-Modell weiter
8. ewi-Praxistagung „Induktives Schmelzen und Gießen von Eisen- und Nichteisenmetallen“ weiter
Intensiv-Seminar „Induktives Härten“ – Jetzt anmelden! weiter
Aichelin Wärmebehandlungs-Seminar im November weiter
EMO Hannover stößt Milliardeninvestitionen an weiter