Prozesswärme
Außenanlagen der neuen Sekundärentstaubung von Primetals bei Voestalpine in Linz, Österreich

Neue Sekundärentstaubungsanlage bei Voestalpine

Die Voestalpine Stahl GmbH hat Primetals Technologies die Endabnahmebescheinigung für die Sekundärentstaubungsanlage Seku 3.1. am Standort Linz erteilt. Die Anlage wurde im Zuge des Projekts SEK MET 4 der Voestalpine errichtet und reinigt pro Stunde bis zu 700.000 Betriebskubikmeter Abluft von sekundärmetallurgischen Anlagen. Der erwartete Reingasstaubgehalt beträgt weniger als 1 mg pro Normkubikmeter. Dieser Wert liegt deutlich unterhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte. Die Anlage war im dritten Quartal 2014 bei Primetals bestellt worden, um den Erfassungsgrad und die Abscheidung von Stäuben in der Sekundärmetallurgie weiter zu erhöhen.

Die neue Sekundärentstaubungsanlage verfügt über insgesamt 24 neue und zwei bestehende Absaugstellen sowie eine bestehende Legierungsgruppe mit mehreren Absaugstellen, die in sieben Gruppen für die Pfannenöfen, die Legierungsgruppen, den Konditionierstand und die Bunkerabsaugung zusammengefasst sind. Die Absaugung übernimmt ein drehzahlgeregelter Saugzugventilator mit einer elektrischen Leistung von 2.300 kW. Damit lässt sich die Absaugleistung flexibel an wechselnde betriebliche Verhältnisse anpassen. Im Normalbetrieb können 610.000 und maximal 700.000 Betriebskubikmeter pro Stunde bei Abgastemperaturen von bis zu 130 °C gereinigt werden.

Zur Abscheidung der Stäube kommen Schlauchfilter mit einer Gesamtfläche von knapp 9.900 m2 zum Einsatz. Erwartet wird ein Reingasstaubgehalt von weniger als 1 mg pro Normkubikmeter. Die Filter sind mit einer von Primetals entwickelten Druckluftabreinigung ausgestattet. Dies erlaubt eine wirksame, die Schläuche schonende und Druckluft sparende Säuberung. Um die Schallimmissionen zu minimieren, ist der Elektromotor des Saugzugventilators teils eingehaust. Der abgeschiedene Staub wird per Trogkettenförderer und pneumatischen Förderanlagen zu einem Silo bzw. alternativ in die Granulierung transportiert.

Zum Lieferumfang gehörten neben der mechanischen Ausrüstung auch die Elektrik, die Mess- und Regelungstechnik sowie die Visualisierung. Darüber hinaus war Primetals für das Engineering, die Montage und Inbetriebnahme der Anlage verantwortlich. Die mechanischen Montagearbeiten wie Stahlbau, Verrohrung, Roh- und Reingaskanäle, Reingaskamin, Ventilatorsystem sowie Umschlussarbeiten an bestehenden Anlagenteilen wurden von SGS Industrial Services, Dorf an der Pram, Österreich, durchgeführt.

(Quelle: Primetals Technologies, Limited)

Verwandte Themen
HärtereiPraxis 2018 – Jetzt Frühbucherrabatt sichern! weiter
SMS liefert Produktionsplanungssystem an Nucor Steel weiter
Vulkan-Verlag gründet neues Objekt mit B2B Club-Modell weiter
schwartz und Yifeng unterzeichnen Rahmenvertrag im Deutschen Bundestag weiter
Aichelin entwickelt transparente Service-Plattform zur Ofenwartung weiter
Düsseldorfer Eisenforscher verleihen Reimar-Lüst-Preis weiter