Prozesswärme

WV Stahl begrüßt Ergebnisse des G20-Gipfels

Die Wirtschaftsvereinigung Stahl begrüßt die Ergebnisse des G20-Gipfels in Hamburg. Vor dem Hintergrund der zahlreichen aktuellen Herausforderungen für den globalen Stahlmarkt sind diese ein Baustein auf dem Weg, die internationale Strukturkrise beim Stahl zu bewältigen. Jedoch ist der bisherige Konsens fragil und muss durch weitere konkrete politische Schritte gefestigt werden.

So ist es gut, dass der Auftrag des G20-Forums zu Stahl-Überkapazitäten bekräftigt wurde. Die WV Stahl hofft, dass sich nun alle Teilnehmer mit großem Engagement in das Forum einbringen, wettbewerbsverzerrende Subventionen identifiziert und abgebaut und damit marktwirtschaftliche Anpassungsprozesse gestärkt werden.

Der Verweis auf die „Rolle rechtmäßiger Handelsinstrumente“ ist wichtig. Solange der internationale Wettbewerb durch unfaire Verhaltensweisen wie Dumping und Subventionierung massiv verzerrt ist, sind die in der WTO verankerten Handelsschutzinstrumente unverzichtbar. Die EU kann nun durch deren konsequente und wirkungsvolle Anwendung den Nachweis erbringen, dass Protektionismus und WTO-widriger Handelsschutz der falsche Weg sind.

Abschließend gibt die WV Stahl ihrer Hoffnung Ausdruck, dass die G20 Ergebnisse auch Auswirkungen auf das laufende amerikanische Verfahren haben werden, Strafzölle auf Stahl aus sicherheitspolitischen Erwägungen zu erheben. Die US-Regierung sollte diese Initiative nun zu den Akten legen und stattdessen gemeinsam an der Lösung der globalen Strukturkrise mithelfen. Alles andere wäre eine Missachtung des in Hamburg getroffenen Kompromisses.

(Quelle: WV Stahl)

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