Prozesswärme

SMS Siemag modernisiert Kaltwalzwerk bei Outokumpu Nirosta

Outokumpu Nirosta in Krefeld hat SMS Siemag mit der Modernisierung der 20-Rollen-Kaltwalzanlage „SG3“ vom Typ MB 21BB-61“ beauftragt. Der Auftrag wurde Anfang September 2014 erteilt und zielt darauf, das 45 Jahre alte Kaltwalzgerüst technisch auf neue anspruchsvolle Walzaufgaben vorzubereiten.Die 20-Rollen-Kaltwalzanlage des Gerüsttyps Monoblock MB 21BB-61“ war 1969 von SMS Siemag (vormals Demag) geliefert worden. 1991 wurde sie modernisiert. Im Zuge der Werksschließung von Outokumpu am Standort Benrath wird die dort beheimatete Produktion, beispielsweise von dünnem Hochglanzmaterial, in das Krefelder Werk übertragen.Die 20-Rollen-Kaltwalzanlage „SG3“ mit einer Bandbreite von 1.570 mm, Banddicken von max. 10 mm im Einlauf und mindestens 0,50 mm im Auslauf, wird weiterhin für die Produktion von hochwertigen Edelstahlbändern aus austenitischen, ferritischen und martensitischen Werkstoffen eingesetzt. Künftig soll sie insbesondere ferritische Bänder mit dünnen Bandabmessungen in hochglänzender Qualität (2R blankgeglüht) walzen können. Um die Voraussetzungen für die Herstellung des Hochglanzmaterials zu schaffen, sind einige Umbauten an der Kaltwalzanlage erforderlich. Der Lieferumfang von SMS Siemag umfasst Veränderungen an Ein- und Auslaufseite und am Walzgerüst selbst.Um die gewünschte Bandoberflächenqualität erreichen zu können, wird das vorhandene Abquetschsystem auf ein Doppel-Kassetten-Abstreifsystem einschließlich Wechselvorrichtung umgerüstet, das mit verschieden beschichteten Abstreifrollen betrieben werden kann. Ziel der Umrüstung ist auch, dass das gesamte Dickenspektrum bei maximaler Walzgeschwindigkeit gewalzt werden kann. Das vorhandene Bandkühlsystem wird eine Bandkühlmengenregelung erhalten, sodass in Abhängigkeit vom Stichplan unterschiedliche Walzölmengen voreingestellt werden können. Im Walzgerüst wird die Axialverschiebung der Innenzwischenwalzen erneuert. Ebenso erhält die Anlage eine neue Walzgerüsttür und neue Absaughauben. Die einlaufseitig vorhandene Treibrolle wird durch eine anstellbare, schwenkbare Treibrolle ersetzt. Dadurch wird das Bandeinfädeln in das Gerüst erleichtert. Die Auslaufseite erhält ebenfalls eine Biege- und Treibrolle. Zudem sorgen neue Überleittische dafür, dass der Bandanfang direkt in den Haspelschlitz eingeführt werden kann. Die Maßnahmen unterstützen ein sicheres, schonendes und schnelles Ein- und Ausfädeln des Bandes und damit auch zukünftig den effizienten Betrieb der Walzanlage.Der Lieferumfang umfasst neben der beschriebenen Ausrüstung, auch die Demontage der zu ersetzenden Komponenten sowie Montagedurchführung und -überwachung der neuen Einrichtungen und deren Inbetriebnahme. Dabei ist ein enger Zeitplan einzuhalten, denn die Inbetriebnahme der modernisierten Anlage soll bereits im Juli 2015 nach 21-tägigem Umbaustillstand erfolgen.

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