Prozesswärme

CSP nimmt Stranggießanlage von Primetals in Betrieb

Bei dem brasilianischen Stahlerzeuger Companhia Siderúrgica do Pecem (CSP) ist eine von Primetals Technologies gelieferte zweisträngige Brammenstranggießanlage in Betrieb genommen worden. Die Anlage verfügt über eine Kapazität von 3 Mio. t Brammen pro Jahr. Die Brammenstranggießanlage ist Teil eines neuen Werks im Pecem Industrial and Port Complex in São Gonçalo do Amarante im Bundesstaat Ceará. Den Auftrag hatte Primetals im Jahr 2012 von dem südkoreanischen Unternehmen Posco E&C erhalten.

Die Brammenstranggießanlage weist einen Maschinenradius von 9,5 m und eine metallurgische Länge von 39,8 m auf. Sie produziert Brammen mit Dicken von 220, 250 und 300 mm in einem Breitenspektrum von 1.100–2.300 mm. Vergossen werden Stahlgüten in einem sehr weiten Gütebereich von niederkohligen Baustählen bis hin zu peritektischen und mikrolegierten mittel- und hochkohligen Stählen wie ULC, LC, MC, HSLA oder HC, die im weiteren Verlauf zu Blechen für den Maschinenbau, den Schiffbau, den Kessel- und den Rohrleitungsbau weiterverarbeitet werden. Die maximale Gießgeschwindigkeit beträgt 1,8 m/min. Primetals projektierte die gesamte Anlage und lieferte Kernkomponenten, die Fluidsysteme, die Basis- und Prozessautomatisierung sowie Technologiepakete. Die Betreiberschulung sowie die Überwachung der Errichtung und der Inbetriebnahme waren ebenfalls Teil des Projekts.

Zum Lieferumfang von Primetals gehörten gerade Smart-Mold-Kokillen inklusive des Technologiepakets DynaWidth zur dynamischen Kokillen-Breitenverstellung während des Gießbetriebs. Zur Sicherstellung des optimalen Badspiegels in der Kokille wurde die Gießspielregelung LevCon zusammen mit einer elektromagnetischen multi-mode Kokillenrühreinrichtung installiert. Die DynaFlex-Kokillenoszillation dient zur flexiblen Anpassung der Oszillierparameter. Weiterhin verfügt die Strangführung der Anlage über den ferneinstellbaren Smart Bender sowie Segmente vom Typ Smart Segment, die gemeinsam mit DynaGap Soft Reduction 3D die rasche und automatische Änderung der Brammendicke ermöglichen. Zur Strangunterstützung kommen I-Star-Strangführungsrollen zum Einsatz.

Das Sekundärkühlungs-Prozessmodell Dynacs 3D berechnet dynamisch ein dreidimensionales Temperaturprofil entlang des gesamten Strangs. Damit können die Betriebspunkte der Sekundärkühlung und die endgültige Strangerstarrung in Abhängigkeit von Gießgeschwindigkeit, Brammenformat und Stahlsorte präzise bestimmt werden. Eine Verbesserung der Brammeninnenqualität wird durch den Einsatz der DynaGap Soft Reduction 3D erreicht. Dabei wird der Gießspalt während der Enderstarrung in Übereinstimmung mit den von Dynacs 3D berechneten Betriebspunkten dynamisch angepasst. Die DynaJet-Spritzkühlung mit ihren verfahrbaren Düsen in den Segmenten sorgt für die gleichmäßige und optimale Kühlung der Brammen und damit für eine hohe Oberflächenqualität.

(Quelle: Primetals Technologies, Limited)

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