Prozesswärme
Die Finalisten des „Deutschen Innovationspreises“ 2016, links Norman Baltrusch, Mitglied der Geschäftsführung der Hoesch Hohenlimburg GmbH

Hoesch Hohenlimburg im Finale des „Deutschen Innovationspreises“

Nahezu grenzenlose Geschäftsprozesse gibt es beim Mittelbandspezialisten von thyssenkrupp, der Hoesch Hohenlimburg GmbH. Beim Warmwalzwerk ist die prozessuale und digitale Vernetzung in der Produktion bereits Realität. So legt z. B. der Kunde fest, wann sein Mittelband in Hohenlimburg gefertigt wird. Gleichzeitig steuert der Bandstahlhersteller direkt die Belegung der Stranggießanlage beim Vormateriallieferanten in Duisburg. Für diesen Ansatz erreichte Hoesch Hohenlimburg das Finale beim „Innovationspreis der Deutschen Wirtschaft“ in der Kategorie „Industrie 4.0“ und wurde im Rahmen der offiziellen Verleihungsveranstaltung als Finalist geehrt.

Ziel von thyssenkrupp ist es, ein digitales Unternehmen zu werden. Dafür ist Hoesch Hohenlimburg schon jetzt ein Beispiel im Konzern. Hier werden kaufmännische, administrative und technische Daten aus unterschiedlichen Bereichen ausgetauscht und miteinander verknüpft. Damit kann seitens Hohenlimburg exakt festgelegt werden, wann welche Bramme mit welcher Spezifikation erschmolzen wird. So können Kunden, die im Wesentlichen aus der Automobil- und Kaltwalindustrie kommen, ihre Aufträge flexibel terminieren und auch kurz vor dem Walzprozess noch Änderungen bei der Terminierung oder den Materialeigenschaften vornehmen. Dies gilt auch bei kurzfristigen Modifikationen bei kleinem Bestellumfang.

Das waren Gründe genug für die Jury beim „35. Deutschen Innovationspreis“, den Stahlverarbeiter unter die 16 Finalisten in vier Kategorien zu wählen. Insgesamt hatten sich 250 Unternehmen für diesen international anerkannten Preis in den Sparten Großunternehmen, mittelständische Unternehmen, Start-up-Unternehmen und Industrie 4.0 beworben. Neben Hoesch Hohenlimburg waren dies beim Thema Digitalisierung die Maschinenfabrik Rheinhausen GmbH, die Schaeffler Technologies AG sowie die Trumpf GmbH. Den ersten Platz erzielte die Trumpf GmbH und wurde damit Sieger in dieser Kategorie.

(Quelle: thyssenkrupp Steel Europe AG)

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