Prozesswärme

VDMA TPT erwartet verhaltenes Branchenwachstum

Die deutsche Thermoprozesstechnik-Produktion blieb 2014, gestützt durch einen knapp zehnprozentigen Absatzzuwachs im Inland, nahezu auf Vorjahresniveau. Insbesondere die Umsätze im nicht-europäischen Ausland waren jedoch rückläufig, was sich im Branchen-Jahresabschluss 2014 in einem Rückgang des Gesamtumsatzes um neun Prozent niederschlug. Die Auftragseingänge sind 2014 gegenüber dem Vorjahr um über sechs Prozent gewachsen, wobei positive Signale aus dem ferneren Ausland eine besondere Rolle spielten. Die deutschen Hersteller von Thermoprozesstechnik lieferten 2014 weltweit Industrieöfen, Brenner und Feuerungs-Equipment mit einem Wert von über 1,6 Mrd. Euro, und blieb Weltmarktführer – auch mit diesem, im Vergleich zum Vorjahr um ca. 16 Prozent niedrigeren Volumen. Oberhalb der Milliardenschwelle bewegen sich neben den Exporten aus Italien, mittlerweile auch die Exporte aus China, dem drittgrößten Lieferland für Thermoprozesstechnik weltweit. Der Welthandel umfasste 2013 ein Volumen von mehr als 8,8 Mrd. Euro. Einen Anteil von über 60 Prozent davon bestritten die fünf größten Lieferländer Deutschland, Italien, China, USA und Japan.Basierend auf den bereits vorliegenden Exportdaten der genannten fünf großen Lieferländer ging das Weltliefervolumen 2014 um ca. zwei Prozent zurück. Chinesische Lieferungen legten gegen den allgemeinen Trend mit plus 18 Prozent überdurchschnittlich zu. Deutsche Thermoprozesstechnik-Hersteller lieferten nach China im letzten Jahr neun Prozent mehr Ausrüstungen, der Branchenhandel mit den USA stieg um nahezu 15 Prozent. Auch die Ausfuhren in die Länder der EU28 lagen mit knapp plus fünf Prozent im Aufwärtstrend. Der Handel mit Russland ging mit minus 38 Prozent stark zurück. Neben den Lieferungen nach China stiegen auch die Exporte nach Südostasien (plus 16 Prozent). Der Handel mit Indien ging 2014 deutlich zurück (minus 57 Prozent).In nach wie vor schwierigem Umfeld wird für 2015 eher verhaltenes Wachstum erwartet. Die Ergebnisse der Konjunkturumfrage des Fachverbandes zeigen durchschnittliche Erwartungen der Melder im einstelligen Bereich. Am Ende des Jahres könnte sich der Branchenumsatz im Vergleich zum Vorjahr um etwa sieben Prozent erhöhen.Die Unternehmen setzen unter hohem Wettbewerbsdruck auf Anstrengungen zur Hebung weiteren Flexibilisierungspotenzials bei gleichzeitiger Stärkung der Innovationskraft in der Weiterentwicklung von Technologien, Prozessen und Services. Beim Blick auf die Exportmärkte erscheint China weiter im Fokus und auch in einigen EU-Märkten, der Türkei und in der Region Middle East werden eher positive Handelstrends erwartet.

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