Prozesswärme

SMS group blickt optimistisch in die Zukunft

Auf der Bilanzpressekonferenz der SMS group hat Burkhard Dahmen (Foto), Vorsitzender der Geschäftsführung, die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres 2016 vorgestellt. Trotz schwieriger Marktbedingungen blickt die SMS group optimistisch in die Zukunft. Die Maßnahmen zur Kostensenkung zeigen Wirkung und mittelfristig ist wieder mit moderatem Wachstum zu rechnen. Für 2017 wird eine Ergebnisverbesserung erwartet. Zudem will SMS die Wachstumsfelder Digitalisierung, Modernisierung, Service, Elektrik und Automation sowie Energie und Umwelttechnik weiter ausbauen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016 gingen der Auftragseingang auf € 2,68 Mrd. sowie der Umsatz auf € 3,052 Mrd. leicht zurück. Das Ergebnis stieg hingegen marginal auf € 14 Mio. vor Steuern. Neben der allgemein schwachen Marktverfassung haben weitere Aufwendungen für die Restrukturierung das Ergebnis 2016 belastet.

Im metallurgischen Anlagen- und Maschinenbau wurde ein Auftragseingang von € 2,432 Mrd. (Vorjahr: € 2,476 Mrd.) realisiert. Während das Anlagengeschäft auf € 1,815 Mrd. zurückging, wuchs das Servicegeschäft auf € 617 Mio.

Die Gruppe Elexis verzeichnete aufgrund von Projektverschiebungen mit € 184 Mio. einen Rückgang beim Auftragseingang (Vorjahr: € 214 Mio.). Bei Elotherm reduzierte sich der Auftragseingang von € 81 Mio. wegen des Nachfragerückgangs im Metallurgiebereich auf € 66 Mio.

Die Anzahl der zum Stichtag 31.12.2016 in der SMS group beschäftigten Mitarbeiter reduzierte sich um 788 Personen auf 13.423. Der Abbau wird bis Ende 2017 planmäßig fortgesetzt. Die planmäßige Ausweitung des Servicegeschäfts ging einher mit einem Mitarbeiteraufbau in diesem Geschäftsbereich von 2.601 auf 2.657 Personen, insbesondere in den ausländischen Servicegesellschaften, welche die Kunden vor Ort betreuen. Im laufenden Geschäftsjahr ist hier ein weiterer Personalaufbau um rund 1.000 Mitarbeiter in den ausländischen Servicegesellschaften geplant.

Vor dem Hintergrund der weltweit anhaltenden Krise in der Stahl-, Kupfer- und Aluminiumindustrie und dem damit verbundenen Auftragsrückgang hatte die Geschäftsführung der SMS group GmbH bereits im Jahr 2014 angekündigt, das Auslegungsvolumen des Unternehmens im Stammgeschäft des Anlagen- und Maschinenbaus in Deutschland in zwei Abbauschritten zu reduzieren. Die Kapazität in Deutschland ist so von – Stand Anfang 2014 – 5.250 Arbeitsplätzen bis zum Ende diesen Jahres um insgesamt 1.200 auf rund 4.050 verringert worden.

„Die Probleme unserer Kunden mit den weltweit vorhandenen Überkapazitäten sind etwas zurückgegangen. Aufgrund einzelner nationaler protektionistischer Maßnahmen sind sowohl Auslastung als auch das Preisniveau in einigen Ländern überproportional gestiegen. Hierdurch ergeben sich dort für uns neue Projektanfragen, insbesondere für das Walzen von Sonderstählen und hochfesten Güten", so Burkhard Dahmen, Vorsitzender der Geschäftsführung. „Wir sehen weiterhin großes Potenzial bei Modernisierungen hin zu energieeffizienter und umweltorientierter Anlagentechnik, im Bereich Digitalisierung sowie im gesamten Feld der Serviceleistungen. Die leichte Belebung der Nachfragetätigkeit sollte sich ab 2018 auch in höheren Auftragseingängen niederschlagen. Insbesondere die gestiegenen Preise für Stahlprodukte stimmen uns positiver. Auch zeigt sich zunehmend, dass aufgeschobene Investitionen unserer Kunden in die Modernisierung und Ertüchtigung bestehender Anlagen nachgeholt werden.“

(Quelle: SMS group)

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