Prozesswärme
Hertwich Engineering liefert eine Kompakt-Umschmelzanlage für Aluminiumrundbarren an SAI

Hertwich liefert Umschmelzanlage nach Taiwan

SuperAlloy Industrial Co. Ltd. (SAI) mit Sitz in Dou-Liu City, Taiwan, beauftragte Hertwich Engineering, Österreich, ein Unternehmen der SMS group, mit der Lieferung einer Kompakt-Umschmelzanlage für Aluminiumrundbarren im Abmessungsbereich bis maximal 305 mm Durchmesser und 7.000 mm Länge. Die Anlage ist für eine Kapazität von 40.000 t jährlich ausgelegt und soll im September 2017 in Betrieb gehen.

Die im Jahre 1994 gegründete SuperAlloy Industrial Company Ltd. (SAI) zählt zu den international renommierten Zulieferern der Auto­mobil- und Luftfahrtindustrie. Eine besonders starke Position hat das Unternehmen als Lieferant geschmiedeter Aluminiumräder für Premium- und Sportfahrzeuge inne, darüber hinaus liefert SAI Flug­zeugsitze und neuerdings – schnell wachsend – auch Chassis­Komponenten aus Aluminium. Zu den Kunden gehören namhafte Adressen in Europa, den USA und in Japan.

Mit der Investition in eine moderne Kompakt-Umschmelzanlage schafft SAI die Grundlage für einen internen Recycling-Kreislauf, der sämtliche Arbeitsschritte vom Einschmelzen der Schrotte über den Guss, die Kontrolle bis hin zur Konfektionierung des wieder einzusetzenden Vormaterials umfasst.

Ausrüstungspartner ist die österreichische Hertwich Engineering, die das Konzept der Kompakt-Umschmelzanlage in den achtziger Jahren entwickelt und seitdem kontinuierlich den aktuellen Erfordernissen angepasst hat. Heute arbeitet eine Reihe von Anlagen dieser Art zur Zufriedenheit der Kunden. Das US-amerikanische Strangpresswerk Service Center Metals (SCM) installiert derzeit bereits die zweite Hertwich-Anlage dieser Art. Die für SAI projektierte Kompakt-Umschmelzanlage fasst sämtliche Recycling-Arbeitsgänge in einer vollautomatisierten, kontinuierlich betriebenen und platzsparenden Anlage zusammen:

  • Sauberes und verunreinigtes Rücklaufmaterial wird in Mulden bereitgestellt und mithilfe einer speziellen Chargiereinrichtung (die auch zum Abkrätzen genutzt werden kann) in die Vorwärmkammer des Ofens überführt.
  • Bearbeitungsspäne werden dem Ofen über eine Späneauf­bereitungsanlage und einen thermisch mit dem Ofen verbundenen Flugtrockner zugeführt.
  • Das Einschmelzen der Schrotte erfolgt in einem Drei-Kammer-Schmelz- und Gießofen mit einer Kapazität von 7 t/h. Die vorgewärmten und abgeschwelten Schrotte und Späne werden dabei jeweils im Bad der Vorwärmkammer bzw. des Späne-Einrührbehälters im Tauchschmelzverfahren einge­schmolzen. Die dazu nötige Schmelzeströmung wird durch eine elektromagnetische Flüssigmetallpumpe erzeugt. Danach gelangt die Schmelze durch eine Trennwand in die Gießkammer, in der sie auf Gießtemperatur gebracht wird.
  • Die aus der Gießkammer abgezogene Schmelze wird entgast, filtriert und den beiden parallel angeordneten Horizontal-Strang­gießanlagen zugeführt. Für die Aufbereitung des Kühlwassers ist eine separate Anlage installiert.
  • Die erstarrten Barren werden mittels einer fliegenden Säge abge­trennt und auf dem Zuführmagazin für den Homogenisierungsofen abgelegt. Die Homogenisierbehandlung der Barren erfolgt konti­nuierlich in einer Durchlaufanlage mit Kühlstation. Die Durchlauf­homogenisierung garantiert konstant optimale metallurgische Eigenschaften.
  • Die gekühlten Barren werden auf einer Pufferstrecke abgelegt und anschließend mittels einer helikalen Ultraschall-Prüfeinrichtung auf innere Risse und Einschlüsse kontrolliert.
  • Die kontrollierten Barren werden schließlich halbautomatisch um­reift, gewogen und zum Abtransport bereitgestellt.

(Quelle: SMS group)

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