Prozesswärme

DEW erteilt SMS Abnahme für neue Abschrecklinie

Die Deutsche Edelstahlwerke GmbH (DEW) hat der SMS group die Abnahme für eine neue Abschrecklinie in ihrem Blockwalzwerk am Standort Witten erteilt. Die Abschrecklinie wurde hinter der bestehenden Walzstraße installiert und besteht aus einem Hubbalkenofen und einer Kühlstrecke. Die Realisierung dieses Projekts bedeutet für die DEW eine der wichtigsten und umfassendsten Investitionen der vergangenen Jahre, mit dem Ziel Walzprodukte qualitativ besser, energieeffizienter und klimaschonender zu produzieren.

Die neue Abschrecklinie, welche in dieser Art erstmalig umgesetzt wurde, ist für Rundstäbe im Abmessungsbereich von 55–250 mm Durchmesser und Längen von 4–17 m konzipiert. Die gewalzten Qualitäten umfassen sämtliche Edelstähle, u. a. Kugellagerstahl, RSH-Güten (Rost-, Säure- und hitzebeständige Stähle) sowie Edelbau- und Werkzeugstähle.

Auf der neuen Abschrecklinie wird die vorhandene Walzhitze genutzt, um durch gezieltes Abschrecken des Stabs die gewünschten Werk­stoffeigenschaften einzustellen. Hierzu werden die Stäbe direkt über einen Rollgang dem Wiedererwärmungsofen zugeführt. Dieser gleicht die bis zu diesem Zeitpunkt entstandenen Wärmeverluste aus. Nach der Wiedererwärmung, auf eine gezielt einzustellende Temperatur, wird das Material einer Kühlstrecke zugeführt, in der es gleichmäßig und kontrolliert auf die gewünschte Endtemperatur abgekühlt wird. Anschließend verlässt das Material über das Kühlbett den Bereich des Walzwerks.

Neben den Maschinenausrüstungen lieferte SMS die Prozessmodelle CCT (Controlled Cooling Technology) und SMSPrometheus zur Offline-Vorbestimmung und -Berechnung der erforderlichen Prozessparameter. Mit diesem Projekt belegt SMS erneut ihre Kompetenz, schwierigste Umbauten und Modernisierungen unter extrem beengten Platzverhältnissen und bei laufender Produktion erfolgreich umzusetzen.

(Quelle: SMS group)

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