Prozesswärme
Konzernchef Dr. Heinrich Hiesinger (rechts) und Eiji Hayashida, Präsident & CEO, JFE Holdings Inc. bei der Verleihung des „Steelie-Awards“ an Thyssenkrupp

Stahlbereich von Thyssenkrupp gewinnt Steelie Award

Ein Höhepunkt auf jeder Worldsteel-Konferenz sind die Verleihungen der „Steelie-Awards“. Der Weltstahlverband verleiht die Preise jährlich für besondere Leistungen in den Bereichen Innovation, Nachhaltigkeit, Life-Cycle-Assessment (Ökobilanz), Kommunikation und Ausbildung. Auf der 50. Jahrestagung des Verbandes wurde der Stahlbereich von Thyssenkrupp mit einem „Steelie“ für die Integration von Ökobilanzrechnungen in den Produktentwicklungsprozess prämiert.

Die Worldsteel-Jury würdigte v. a. den konsequenten und ganzheitlichen Ansatz von Thyssenkrupp, LCA-Analysen als festen Bestandteil bei jeder Produktentwicklung vorzusehen. LCA-Analysen legen die Umweltauswirkungen von Produkten „von der Wiege bis zur Bahre“ offen. Thyssenkrupp betrachtet auf diese Weise systematisch den gesamten Prozess von der Rohstoffbeschaffung über die Roheisenproduktion bis zum fertigen Produkt. Der Primärenergieverbrauch und die CO2-Emissionen, die bei dessen Herstellung entstehen, werden so z. B. erfasst. Auch die Nutzungsphase eines Produktes bis hin zum Recycling wird analysiert. Stahl schneidet hier besonders gut ab, weil er ohne Qualitätsverlust wiederverwertet werden kann.

Der Stahlbereich von Thyssenkrupp hat für verschiedene Produkte Ökobilanzen aufgestellt. So zeigt sich, dass durch die umweltgerechte Produktion von 5 Mio. t feuerverzinktem Stahlblech pro Jahr im Vergleich zum Weltdurchschnitt Emissionen von mindestens 1,3 Mio. t CO2 vermieden werden. Auch durch die Entwicklung neuer Werkstoffe lassen sich Treibhausgasemissionen deutlich senken. Thyssenkrupp hat z. B. den Stahlverbundwerkstoff TriBond entwickelt, mit dem unterschiedliche Werkstoffeigenschaften in einem Material kombiniert werden können. Damit kann bei der Herstellung von B-Säulen für Fahrzeuge gegenüber Warmumformstählen noch eine weitere Gewichtsreduktion erreicht werden. Das führt pro Fahrzeug zu einer zusätzlichen Emissionsersparnis von 90 kg CO2. Insgesamt, das machen die LCA-Analysen deutlich, liegt der größte Hebel zur CO2-Reduktion nicht in der Stahlproduktion, sondern in der Nutzung von Stahlprodukten. Die Auszeichnung von Worldsteel ist ein Ansporn diesen Weg konsequent weiterzugehen.

(Quelle: thyssenkrupp Steel Europe AG)

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