Prozesswärme

Outokumpu feiert Richtfest in Krefelder Kaltwalzwerk

Rund 108 Millionen Euro investiert Outokumpu in Krefeld, um seine Produktion von hochwertigen Edelstählen zukunftsfähig auszurichten. Mit einem feierlichen Richtfest anlässlich des Neubaus einer Halle für die Haubenglüherei läutete Dr. Oliver Picht, Vorstandsvorsitzender der Outokumpu Nirosta GmbH, gemeinsam mit Garrelt Duin, Minister für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen, und zahlreichen weiteren Gästen nun die finale Phase des Produktionsausbaus ein.

Für den weltweiten Technologieführer in der Herstellung von Edelstahl und Hochleistungswerkstoffen ist es die größte laufende Investition in Europa. Das Projekt startete Ende 2014.

Für die finnische Outokumpu Gruppe ist das NiFO-Projekt (NIROSTA Ferrit-Optimierung) zum Ausbau der Fertigungskapazitäten für Ferrite in Krefeld ein entscheidender Schritt, um das Unternehmen auf einem seiner wichtigsten Märkte langfristig wettbewerbsfähig aufzustellen. „Bis Ende 2016 wollen wir unsere bisherige Produktion von Düsseldorf-Benrath nach Krefeld verlagern und auf die Fertigung mit modernsten Prozesstechnologien vorbereiten. Mit der gezielten Modernisierung unseres Anlagenparks gelingt es uns, auch in Zukunft den höchsten Ansprüchen unserer Kunden an hochwertige Edelstahlgüten gerecht zu werden“, sagt Dr. Oliver Picht.

NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin bekräftigt: „Die Stahlindustrie ist ein wichtiges Fundament der industriellen Wertschöpfungskette in Nordrhein-Westfalen. Der Stellenwert der Stahlindustrie strahlt weit über unser Bundesland nach Deutschland und Europa aus; sie ist unverzichtbar, um leistungsfähige und innovative Industrie in NRW zu sichern. Umso mehr freue ich mich über diese bedeutende Investition in Krefeld, an deren Umsetzung fast ausschließlich heimische Unternehmen beteiligt sind.“

Outokumpu baut in Krefeld die Fertigung von ferritischen, rost-, säure- und hitzebeständigen Güten mit den Arbeitsschritten Haubenglühen, Beizen, Kaltwalzen, Blankglühen und Dressieren aus. Die neue, über 26 Meter hohe Halle der Haubenglüherei ist die wohl sichtbarste Veränderung auf dem Werksgelände. „Zusätzlich bauen wir unsere Anlagen in zwei bestehenden Hallen zu einer sogenannten Beizlinie 1600 und einer Blankglühlinie 1600 um“, sagt Picht. „Beide sind rund 250 Meter lang und ermöglichen es uns, hochwertigste, hochglänzende Oberflächen zu produzieren.“ Dank modernster Prozess- und Anlagentechnik gelingt es Outokumpu, die Effizienz und die Synergieeffekte in der Herstellung der Edelstahlprodukte deutlich zu steigern und gleichzeitig sowohl Energieverbrauch als auch Emissionen zu reduzieren.      

Die deutschen Standorte sind wesentlicher Bestandteil einer globalen Lieferstrategie von Outokumpu gegenüber internationalen Kunden. Für Dr. Oliver Picht sind die aktuellen Investitionen ein klares Bekenntnis zum Standort: „Aufgrund der hohen Nachfrage ist Deutschland der bedeutendste europäische Markt für Edelstahl. Höchste Produktqualität und individuelle technische Beratung sind Grundlagen für unsere jahrzehntelange Führungsrolle im Markt“, so Picht.

Nach dem offiziellen Richtfest werden in den kommenden Monaten die Anlagen der Haubenglüherei montiert. Die endgültige Inbetriebnahme der Produktion ist bereits für Mitte 2016 geplant.

(Quelle: Outokumpu Oyj)

Verwandte Themen
SMS group blickt optimistisch in die Zukunft weiter
Jetzt Video über IoT anschauen & zu ITPS 2017 anmelden! weiter
Das Video zur Veranstaltung: 8. gwi-Praxistagung „Effiziente Brennertechnik für... weiter
VDS & saarländische Stahlindustrie gründen Energieeffizienz-Netzwerk weiter
Andritz liefert Hubbalkenöfen an ArcelorMittal Burns Harbor weiter
Special: ITPS 2017 – jetzt informieren & anmelden! weiter