Dienstag, 7. Juni 2016, Grundlagenseminar 14:00 – 17:30 Uhr (optional)
Mittwoch, 8. Juni 2016, Praxistagung 9:00 – 17:00 Uhr
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Abendveranstaltung ab 19:00 Uhr im Dortmunder Signal Iduna Park
Donnerstag, 9. Juni 2016, Workshops 9:00 – 13:30 Uhr

Moderation: Prof. Dr.-Ing. Bernard Nacke, Institut für Elektroprozesstechnik, Leibniz Universität Hannover


Programm 07.06.2016 (optional):

Themenblock: Grundlagen  

Physikalische Grundlagen der induktiven Erwärmung und der Widerstandserwärmung
Prof. Dr.-Ing. Egbert Baake, Institut für Elektroprozesstechnik (ETP), Leibniz Universität Hannover, 14:00 – 15:00 Uhr
Im Vortrag werden die physikalischen und technischen Grundlagen der induktiven Erwärmung und der Widerstandserwärmung anschaulich dargestellt. Die wesentlichen Merkmale induktiver Erwärmungsprozesse, wie beispielsweise der Stromverdrängungseffekt, Frequenzeinfluss und die Leistungsumsetzung werden praxisnah erläutert. Auf die Wirkungsweise und den Aufbau von Widerstandserwärmungsanlagen und den dazugehörigen Heizelementen wird im zweiten Abschnitt des Vortrags detailliert eingegangen.

Metallurgische Grundlagen zur Wärmebehandlung, Teil 1: Induktive Verfahren
Dr.-Ing. Christian Krause, EMAG eldec Induction GmbH, 15:00 – 15:45 Uhr  
Vermittelt werden die Grundlagen der Wärmebehandlung von Stählen. Der Schwerpunkt wird auf den martensitischen Härteprozess gelegt. Umwandlungskinetik und die für die Gefüge- und Härteausprägung‎ wichtigen Diffusionsvorgänge werden erläutert.

15:45 – 16:15 Uhr Kaffeepause    

Metallurgische Grundlagen zur Wärmebehandlung, Teil 2: Thermochemische Verfahren
Dipl.-Ing. Peter Haase, IVA Schmetz GmbH, 16:15 – 16:45 Uhr
Inhaltlich werden die Grundlagen der Wärmebehandlung mit Randschichtveränderung beschrieben. Schwerpunkte sind das Nitrieren und das Aufkohlen und die  in der Atmosphäre und im Material ablaufenden stofflichen Transportprozesse. Zusätzlich werden moderne Steuer- und Regelsysteme vorgestellt.    

Design und Optimierung durch numerische Simulation
Prof. Dr.-Ing. Bernard Nacke, Institut für Elektroprozesstechnik (ETP), Leibniz Universität Hannover, 16:45 – 17:30 Uhr 
Der Vortrag erläutert die Vorteile der numerischen Simulation für die optimale Auslegung von induktiven Erwärmungsanlagen und beschreibt die verschiedenen Verfahren und das Vorgehen bei der numerischen Simulation. An Hand von praktischen Beispielen für das induktive Härten von Verzahnungen sowie von Großwälzlagern wird die Anwendung der numerischen Simulation für die Auslegung und Optimierung induktiver Erwärmungsprozesse gezeigt.


Programm 08.06.2016:
09:00 – 09:30 Uhr: Begrüßungskaffee 

09:30 Uhr: Begrüßung
Prof. Dr.-Ing. Bernard Nacke, ETP, Leibniz Universität Hannover  

09:30 – 10:15 Uhr: Keynote-Vortrag:
Induktive Wärmebehandlung bei der Robert Bosch Automotive Steering GmbH

Dr. Karsten Rüthrich, Bosch Automotive Steering Systems GmbH
Im Vortrag werden experimentelle Verfahrensansätze dargestellt, die sich mit der Simulation des Wärmebehandlungsprozesses und mit der zerstörungsfreien Charakterisierung des Wärmebehandlungsergebnisses beschäftigen. Weiterführend wird auf die Fluidcharakterisierung des Abschreckmediums eingegangen.  

10:15 – 14:15 Uhr Themenblock 1:  Anlagentechnik  

Auslegung und Aufbau induktiver Erwärmungsanlagen
Prof. Dr.-Ing. Hansjürg Stiele, EFD Induction GmbH, 10:15 – 11:00 Uhr  
Der Vortrag gibt einen Überblick über die anlagenspezifischen Grundlagen des Induktionshärtens und den damit verbundenen Themenstellungen wie Umrichtertechnik, Induktoren, Abschreckmöglichkeiten und Anlagenauslegung. Ergänzend hierzu werden ausgewählte Praxisbeispiele erläutert.

Auslegung und Aufbau modularer Induktionsanlagen zum Härten von Kurbelwellen
Dipl.-Wirt.-Ing. Dirk Schibisch, SMS Elotherm GmbH, 11:00 – 11:45 Uhr
In modernen Fertigungslinien für Motorenkomponenten werden hohe Anforderungen an die Flexibilität der einzelnen Bearbeitungsmaschine gestellt. Dafür sind heutige Induktionshärteanlagen, z. B. für Kurbelwellen, ausgelegt. Sie bieten den Betreibern viele Möglichkeiten, energieeffizient und wirtschaftlich unterschiedliche Wärmebehandlungsprozesse in einer Anlage zu kombinieren. Der Vortrag zeigt in der Übersicht u. a. Härtestationen für unterschiedliche Kurbelwellentypen, unterschiedliche Anlassverfahren sowie flexible Möglichkeiten, vollautomatische Härtemaschinen in Produktionslinien zu integrieren.  

Induktive Wärmebehandlung von Nockenwellen – Verfahrensansätze im Überblick
Dipl.-Ing. Alexander Ulferts, Inductoheat Europe GmbH, 11:45 – 12:30 Uhr    

12:30 – 13:30 Uhr  Mittagspause + Präsentation der ausstellenden Firmen    

Auslegung und Aufbau widerstandsbeheizter Erwärmungsanlagen zum Wärmebehandeln
Dipl.-Ing. Björn Eric Zieger, IVA Schmetz GmbH, 13:30 – 14:15 Uhr    
Verschiedenste Wärmebehandlungsprozesse von unterschiedlichsten Bauteilen haben differenzierte Anforderungen an die Anlagenauslegung. Die jeweilige Applikation bestimmt hierbei die Arbeitstemperatur-Auslegung, Ofenbauform und Nutzgröße. Auch Auswahl des Isolationswerkstoffes, Heizungsaufbaus, Chargenkühlsystems sowie der Prozessatmosphäre sind wesentliche Kriterien.

14:15 – 17:00 Uhr Themenblock 2: Energieversorgung und Prozesssteuerung 

Energieversorgung für die induktive Erwärmung
Martin Ziemann, SMS Elotherm GmbH, 14:15 – 15:00 Uhr 
Schwingkreisumrichter gehören heute  zu den hocheffizienten Standard-Stromversorgungen für Induktionserwärmungsanlagen. Dieser Vortrag behandelt die Grundlagen und Technologie der Frequenzumrichter, deren Anwendungsmöglichkeiten und gibt u. a. einen Einblick in die Möglichkeiten der Reduzierung von Netzrückwirkungen und die technologischen Trends.

15:00 – 15:30 Uhr Kaffeepause + Präsentation der ausstellenden Firmen  

Steuerung und Regelung von widerstandsbeheizten Anlagen
Dipl.-Ing. Ralph Trimborn, Sandvik Wire & Heating Technology, 15:30 – 16:15 Uhr  

Temperaturmesstechnik bei Erwärmungsprozessen
Dipl.-Wirt.-Ing. Ralf Körholz, Keller HCW GmbH, 16:15 – 17:00 Uhr  
Der Vortrag gibt eine Einführung in die physikalischen Grundlagen und Zusammenhänge der berührungslosen Temperaturmesstechnik. An Hand von Beispielen zu praktischen Applikationen mit Lösungshinweisen und möglichen Fehlerquellen werden Kriterien vermittelt, die den Anwender bei der Auswahl des optimalen Pyrometers für seine Messaufgabe unterstützen. Ziel des Vortrags ist es, detailliertes Wissen zu vermitteln, das zur erfolgreichen Anwendung von Pyrometern notwendig ist.

19:00 – 22:00 Uhr Abendveranstaltung im Dortmunder Signal Iduna Park


Programm 09.06.2016:

Workshop 1: Praxisanforderungen beim induktiven Härten
Moderation: Prof. Dr.-Ing. Bernard Nacke  

Überblick zum induktiven Härten von Verzahnungskomponenten
Prof. Dr.-Ing. Hansjürg Stiele, EFD Induction GmbH, 09:00 – 10:30 Uhr   
Beim induktiven Randschichthärten von Zahnrädern sind verfahrensbedingt drei Methoden zu unterscheiden: Einzelzahnflankenhärtung, Einzelzahn­lückenhärtung und Allzahnhärtung. Der Vortrag erläutert die verfahrensabhängigen Möglichkeiten der jeweiligen Methode und zeigt deren Besonderheiten an Hand von Praxisbeispielen auf.

10:30 – 11:00 Uhr Kaffeepause + Präsentation der ausstellenden Firmen 

Verfahrenstechnische Aspekte beim induktiven Härten
Dr. Stefan Dappen, SMS Elotherm GmbH, 11:00 – 12:00 Uhr  
Zur Erhöhung der Schwing- und Torsionsfestigkeit sowie der Verschleißbeständigkeit von hoch beanspruchten Stahl- und Gussteilen ist das induktive Härten weit verbreitet. Vorteilhaft wird dabei die erhöhte Zugfestigkeit des Härtegefüges und die durch die Umwandlung entstehenden Druckeigenspannungen genutzt. Induktive Härteprozesse sind nach Ermittlung und Umsetzung der benötigten Parameter sehr stabil. Sie sind aber auch nicht frei von Einschränkungen, wenn es um eine möglichst optimale Auslegung des Verfahrens geht. Im Vortrag werden einige verfahrenstechnische Aspekte des induktiven Härtens aus der Praxis erläutert, die sehr häufig bei der Abstimmung zwischen Härteanforderungen einerseits und der Übersetzung dieser Anforderungen in einen Prozess andererseits eine maßgebliche Rolle spielen.

Abschreckmedien für das induktive Härten
Lars Huntemann, Petrofer Chemie H. R. Fischer GmbH + Co. KG, 12:00 – 12:30 Uhr
Das Abschreckmedium hat einen bedeutenden Einfluss auf die mechanischen und technologischen Eigenschaften des wärmebehandelten Werkstoffes bzw. Werkstückes, deshalb muss besondere Aufmerksamkeit auf die Auswahl sowie Überwachung und Pflege in der Praxis gelegt werden. 

12:30 – 13:30 Uhr Schlussdiskussion und Mittagessen

 

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Workshop 2: Praxisanforderungen beim Wärmebehandeln
Moderation: Prof. Dr.-Ing. Egbert Baake  

Wärmebehandlung von Komponenten für Automotive
Dr.-Ing. Klaus Löser, ALD Vacuum Technologies GmbH, 09:00 – 10:00 Uhr  
Vakuumwärmebehandlungsanlagen zum Niederdruckaufkohlen und Gasabschrecken finden verstärkt Einsatz im Automotivbereich. Besondere Vorteile sind reduzierte Prozesszeiten und geringerer Bauteilverzug. Die Integration der Anlagen in die mechanische Fertigung erhöht die Flexibilität, verringert die Durchlaufzeiten und führt zu einem optimierten Produktionsfluss mit entsprechenden Kostenvorteilen.

CFC-Werkstückträger in der Vakuum-Wärmebehandlung
Dr. Rolf Terjung, Graphite Materials GmbH, 10:00 – 10:30 Uhr 
Werkstückträger aus Carbon-Faser verstärktem Kohlenstoff (CFC) gehören heute in der Vakuum-Wärmebehandlung zum Stand der Technik. Der Vortrag stellt den konkreten Nutzen des Anwenders für verschiedene Träger-Ausführungen in unterschiedlichen Anwendungen in den Mittelpunkt. Die vorgestellten Beispiele zeigen auf, wie bestimmte CFC-Materialeigenschaften in Verbindung mit dem Werkstückträger-Design für die minimale Verformung der behandelten Bauteile, als kritisches Qualitätsmerkmal, nutzbar gemacht werden.  

10:30 – 11:00 Uhr Kaffeepause + Präsentation der ausstellenden Firmen 

Prozessgestaltung von thermochemischen Prozessen (Aufkohlen & Nitrieren)
Dipl.-Ing. Peter Haase, IVA Schmetz GmbH, 11:00 – 12:00 Uhr
Anhand von Fallbeispielen werden Wärmebehandlungsprogramme zum Nitrieren und Aufkohlen in den entsprechenden Ofensystemen erläutert. Damit soll grundlegendes Know-How zur Erstellung von geeigneten Temperatur-Zeit-Profilen bei der thermochemischen Wärmebehandlung vermittelt werden.    

Prozessgestaltung von Vakuumprozessen (Sintern, Härten, Löten)
Dipl.-Ing. Björn Eric Zieger, IVA Schmetz GmbH, 12:00 – 12:30 Uhr  
Maximal reproduzierbare Qualität bei höchster Effizienz ist eine generelle Forderung an industrielle Fertigungsketten. Anhand von Praxisbeispielen werden Realisationsmöglichkeiten bei der Prozessgestaltung in Einkammer-Vakuumöfen aufgezeigt.

12:30 – 13:30 Uhr Schlussdiskussion und Mittagessen