Prozesswärme

Warmumformsimulator für verbesserten Warmumformprozess

  • 18.11.2014

Der Warmumformsimulator ist eine Innovation des Entwicklungscenters Stahl der voestalpine AG in Linz. Es handelt sich um ein eng vernetztes System, das u. a. aus einem präzisen, schnellen Industrieroboter, einem Glühofen und einer Presse besteht. Zahlreiche Sensoren überwachen die gesamte Einheit, die dazu eingesetzt wird, den direkten Warmumformprozess für phs-ultraform® zu verbessern. Aus diesem Werkstoff lassen sich höchstfeste, sogenannte pressgehärtete Stahlbauteile, erzeugen. Die Besonderheit dabei ist, dass dafür verzinktes Material mit besonders hohem Korrosionsschutzpotenzial zum Einsatz kommen kann. Derzeit wird phs-ultraform® vor allem im sogenannten indirekten Prozess verarbeitet. Dabei werden Bleche kalt zu Bauteilen umgeformt. Gut 90 % aller phs-Anlagen weltweit können derzeit aber nur im direkten Prozess produzieren, bei dem Bauteile bei ca. 800 °C umgeformt werden. Der Warmumformsimulator soll nun einen wesentlichen Beitrag dabei leisten, den gerade entwickelten Direktwarmumformprozess weiter zu optimieren und serienreif machen.Die Anlage dient dazu, in zahlreichen Simulationsversuchen im kleinen Maßstab das Optimum aus dem Prozess herauszuholen. Dabei spielt auch eine bereits vorhandene, hydraulische 630 t Presse eine zentrale Rolle. Um sie herum sind neu konstruierte Komponenten angeordnet. Diese sind so zusammengesetzt und optimiert, dass sie auf engstem Raum zusammenspielen und für produktionsnahe Erkenntnisse sorgen. Der Industrieroboter transportiert in extrem hoher Geschwindigkeit und höchster Präzision die Proben zwischen Presse und Ofen.(Quelle: voestalpine AG)

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